Die Alte Villa im zweiten Halbjahr 2025

Written by Koordination

On 19. Januar 2026

Wir blicken zurück auf ein Halbjahr voller Begegnungen. In der Alten Villa und drum herum war einiges los. Wie gewohnt haben wir einen kurzen Rückblick zusammengestellt. Los geht es mit einmaligen Events. Ein Blick auf die bekannten wöchentlich stattfindenden Termine findet sich am Ende.

 

Einmalige Angebote und Aktivitäten (Auszug)

  • Im Juli tagte der RaLoNis in der Alten Villa.
  • Gemeinsam mit #hamburgasyl / der AG kirchliche Flüchtlingsarbeit fand die gut besuchte Veranstaltung „Reden wir über Migration“ statt.
  • Im Juli startete die Migrationsberatung durch den IKB.
  • Ende Juni nahm eine Gruppe von Ehrenamtlichen und Geflüchteten am Projekttag des Gymnasiums Bondenwald teil.
  • Mitte Juli kochten Unterstufen-Schüler*innen aus dem Bondenwald gemeinsam mit Aktiven aus der Alten Villa syrische und persische Gerichte. Eine Wiederholung wurde direkt vereinbart.
  • Ende Juli fanden, wie gewohnt in Kooperation mit dem NTSV, zwei Frauenfahrradkurse statt. Ein Kurs für Anfängerinnen und einer für Fortgeschrittene. Um den Kurs für Anfängerinnen mit Rädern aus der Fahrradwerkstatt zu unterstützen machten wir einen Aufruf nach Fahrradspenden, der auch im Niendorfer Wochenblatt erschien und vielfach aufgegriffen wurde. Im Juli, August und bis in den Herbst freuten wir uns über viele zusätzliche Fahrradspenden!
  • Ende Juli beteiligten wir uns am Senior*innenaktivtag und informierten über unsere Angebote für Senior*innen. Der Tisch wurde gemeinsam mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Niendorf gestaltet.
  • Im August fand eine Veranstaltung zur Situation in Panama statt. Der Fotograf Hinrich Schultze berichtete von seiner letzten Reise nach Panama und zeigte seine Bilder.
  • Ende August beteiligten wir uns am Sommerfest in der Erstaufnahme Schmiedekoppel.
  • Nach den Schulsommerferien gab es wie gewohnt das Sommerkino. Im Hof der Alten Villa schauten wir mit einer großen Gruppe den preisgekrönten Film „Ein kleines Stück vom Kuchen“ aus dem Iran.
  • Mitte September folgte dann ein sehr gut besuchter Filmnachmittag mit dem Arab Film Club. Direkt wurde klar, diese Kooperation wird wieder ausgebaut.
  • Mitte Oktober berichtete der Kapitän der Nadir von RESQSHIP e.V. über die Seenotrettung im Mittelmeer.
  • Ende Oktober beteiligten wir uns an einem Stand auf dem Tibarg unter dem Motto „Für Demokratie und Zusammenhalt im Stadtteil“ an dem auch einige der demokratischen Parteien (ohne Parteikennzeichnung) teilnahmen.
  • Am ersten Novembersonntag lud die Alte Villa im Rahmen der TibArt zum Tag der offenen Tür. Die Schneider*innen präsentierten ihre Stücke, die Künstler*innen ihre Bilder und die Kinder malten im Kunstworkshop bis alle Leinwände verbraucht waren. Bei Kaffee und Kuchen saßen Interessierte und Ehrenamtliche zusammen.
  • Anfang November war wieder Budni Patentag. Wir informierten über unsere Angebote und hatten viele spannende Gespräche.
  • Anfang November gab es wieder einen großen Gartentag. Der Garten wurde Winterfit gemacht, auch Punsch und Kuchen fehlten nicht.
  • Ebenfalls Anfang November war die Flüchtlingshilfe Harvestehude zu Gast und las aus ihrem Buch Yalla II.
  • Anfang November stellten außerdem die Emergence des jeunes Guineens ihre Arbeit in der Alten Villa vor. Die jungen Menschen aus Guinea gründeten 2020 einen eigenen Verein, mit dem sie vielfältige Aktivitäten in Hamburg machen und Projekte in Guinea unterstützen.
  • Mitte November fand unser jährliches Ehrenamtsfest statt. Ein willkommener Anlass für Ehrenamtliche aus allen Bereichen sich zu sehen und einen Nachmittag zusammen zu verbringen. Wie gewohnt kümmerten sich die Hauptamtlichen um das leibliche Wohl und das Programm.
  • Mitte November und Anfang Dezember gab es wieder Weihnachtsbasteln für Kinder.
  • Ende November war die Wandernde Laterne in der Alten Villa.
  • Ebenfalls Ende November organisierten Ehrenamtliche eine gemeinsame Anfahrt zur „Töchter-Demo“ für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus.
  • Im November fand ein Fermentationsworkshop der Essens-Retter*innen in der Alten Villa statt. Der Workshop war so überbucht, dass er im ersten Halbjahr 2026 wiederholt werden soll.
  • Im November besuchten unsere Schneider*innenwerkstatt einige Ehrenamtliche aus der Werkstatt von Der Hafen Hilft zum Austausch.
  • Ebenfalls im November informierte der Rechtsanwalt, der den Besucher*innen einmal im Monat zur Verfügung steht über die aktuelle Situation und beantwortete viele Fragen, vor allen Dingen aus dem Hause fördern & wohnen.
  • Im Dezember war wieder der lebendige Adventskalender in der Alten Villa, diesmal zum Nikolaus.
  • Mitte Dezember veranstalte der Arab Film Club in Kooperation ein sehr gut besuchtes Weihnachtsevent. Mit frisch gebackenen Plätzchen machte das Filmschauen noch mehr Spaß.
  • Kurz vor Weihnachten hatten wir die Möglichkeit unsere Arbeit mit einem Stand im Tibarg Center vorzustellen.

 

Monatliche und wiederkehrende Angebote:

  • Rechtsberatung
    Immer am ersten Donnerstag gibt es bei uns im Haus in Kooperation und finanziert von HaKiJu e.V. eine Sprechstunde mit einem Anwalt. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten, wenn sich Raum findet werden zusätzlich Besucher*innen ohne Anmeldung beraten. Hier können sich Menschen mit Fluchthintergrund in Ausländerangelegenheiten beraten lassen. Bei Bedarf dolmetschen Stadtteileltern.
  • Koch-Abende
    Bei den Kochabenden waren stets alle vier Kochplätze besetzt und sie sind durchgehend ein großer Erfolg. Die Gruppe der Ehrenamtlichen stellte hierbei nur den Rahmen – Geflüchtete, die in ihrer Unterbringung nicht kochen können, haben so die Möglichkeit auch einmal selber zu kochen. Das Kochen beginnt stets mit dem Einkauf in Gruppen. Ab 17 Uhr wird gekocht, das gemeinsame Essen, zu dem alle eingeladen sind, beginnt gegen 19 Uhr.
    Die Nachfrage ist riesig, was im zweiten Halbjahr für Probleme sorgte. Nachdem wiederholt sehr viel mehr Gäste kamen als versorgt werden konnten, konnte das Angebot nicht weiter von den Ehrenamtlichen getragen werden und wurde vorerst eingestellt. Die Koch-Abende können die als unzureichend empfundene Versorgungslage durch die Caterer in den Unterkünften nicht ausgleichen und der offenen Atmosphäre des Hauses entsprechend konnten wir keine effektive Zugangsbeschränkung durchsetzen.
  • Trauercafé
    Am 1. Samstag-Vormittag des Monats findet das Trauercafé der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Niendorf statt. Besucht wird es von bis zu 30 Menschen, die um eine*n Angehörige*n trauern. Einige von ihnen nehmen inzwischen auch andere Angebote des Begegnungszentrums wahr oder engagieren sich ehrenamtlich im Café oder beim Frühstücksangebot.
    Besonders erfreulich ist, dass auch im Trauercafé-Team Geflüchtete ehrenamtlich mitarbeiten.
  • Team-Treffen der Stadtteileltern
    Seit dem Umzug in die Alte Villa fand das Team-Treffen monatlich statt. Wir freuen uns sehr, dass die Stadtteileltern auch nach dem Umzug so nah am Begegnungszentrum sind und in vielen Angeboten mithelfen. Die Team-Treffen vor Ort unterstreichen diese Kooperation.
    Im Herbst bezog das hauptamtliche Team der Stadtteileltern ein Büro im 1.OG, im Dezember kam eine neue Mitarbeiterin zur Verstärkung dazu. Wir freuen uns sehr, dass die Stadtteileltern die Möglichkeit bekommen haben hier im Haus dabei zu sein.
  • Fortbildungsreihe GEMEINSAM DEN HORIZONT ERWEITERN
    Um die vielen Ehrenamtlichen zu unterstützen und weiter zu qualifizieren findet in Kooperation mit HaKiJu e.V. eine monatliche Ehrenamtsfortbildung statt. Besonders freut uns, dass diese auch von Ehrenamtlichen anderer Einrichtungen wie dem WillkommenKulturHaus oder Welcome to Barmbek wahrgenommen wird.
    Im zweiten Halbjahr fanden zwei Fortbildungen statt.

    • Im September wurde Centra mit seinen Angebote und Aufgaben vorgestellt und ein Überblick über die verschiedenen Unterstützungsangebote für traumatisierte Geflüchtete in Hamburg gegeben. Interessierte wurden außerdem über weitergehende Fortbildungsmöglichkeiten/Beratung für ehrenamtlich Tätige informiert.
    • Die Fortbildung im Oktober fiel leider kurzfristig aus.
    • Im November informierten wir unter dem Motto „Wir für Niendorf aktuell – ein Abend mit Gaby & Nina“ die Ehrenamtlichen: Was kommt auf uns zu? (Umbau, Abriss Alte Schule…) Wer hat welche Aufgaben – und welche Kompetenzen? Was sind die Grenzen unserer Beratung? Wohin, wenn…?
  • Vorstellungsreihe Schutzkonzept
    Das neue Schutzkonzept wurde eingeführt. Seit März wurde es in monatlichen Veranstaltungen, jeweils an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten, besprochen. Bis mindestens April 2026 wird es weiter monatliche Veranstaltungen zum Thema geben. Im Jahr 2025 wurde das Schutzkonzept bereits 97 Ehrenamtlichen vorgestellt.
  • Team-Supervision und Kollegiale Beratung
    Auch im zweiten Halbjahr fanden Team-Supervisionstermine statt. Die Kollegiale Beratung (unterstützt durch HaKiJu) wurde neu organisiert und fand nun „auf Zuruf“ statt. Dies wird auch in Zukunft so beibehalten werden.
  • Selbsthilfegruppe für multisystemische Erkrankungen
    Monatlich findet in Kooperation mit KISS das Treffen einer Selbsthilfegruppe für Niendorfer*innen statt, die an CFS, Long-COVID und anderen multisystemischen Krankheiten erkrankt sind.

 

Wöchentliche Angebote:

Montag

  • Sprechstunde Wohnungssuche (mit Dolmetscher*innen)
    Eine eigene Wohnung ist essentiell um in Hamburg anzukommen, so verwundert es nicht, dass die Bitte um Unterstützung bei der Wohnungssuche regelmäßig geäußert wird. HaKiJu e.V. bieten mit Unterstützung der Stadtteileltern, die derzeit ins Persische, Russische, Ukrainische und Arabische übersetzen, eine Sprechstunde zur Wohnungssuche an. Hier wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben, die verschiedenen Portale werden erklärt und Tipps gegeben um eine Wohnung zu finden. Außerdem wird geholfen den Wohnberechtigungsschein zu beantragen oder gezeigt wie man an die kostenlose Schufaauskunft kommt. Teilweise unterstützen Ehrenamtliche von Wir für Niendorf.
    Die angesetzte Zeit muss in der Regel überzogen werden, um allen Ratsuchenden gerecht zu werden.
  • Migrationsberatung (Mo & Do)
    Im Sommer startete die Migrationsberatung durch den IKB e.V. Zweimal in der Woche haben Geflüchtete Gäste nun ein zusätzliches Beratungsangebot, das sehr gut wahrgenommen wird. Auch die Ehrenamtlichen werden hierdurch entlastet, sie können nun auf ein weiteres Angebot im Haus verweisen, das für die Gäste einfach zu erreichen ist. Dadurch, dass das Angebot im Haus stattfindet ist auch ein Rücklauf gegeben, die Ratsuchenden kommen wieder und berichten davon, Begegnung entsteht.
  • Erstorientierungskurs Deutsch (täglich, dreimonatige Kurse)
    Der Erstorientierungskurs Deutsch, angeboten von der Interkulturellen Bildung Hamburg (IBH), ist in der Alten Villa fest etabliert. Im Berichtszeitraum starteten zwei Kurse, die sofort ausgebucht und mit 18 Teilnehmenden voll besetzt waren. Die Kurse sind nicht mehr aus der Alten Villa wegzudenken.
    Trotz der hohen Nachfrage, kann derzeit nur ein Vormittagskurs stattfinden, da leider auch in diesem wichtigen Bereich gespart wird. Zeitweise war unklar, ob das Angebot im Jahr 2025 fortgeführt werden kann. Im laufenden Jahr 2026 gibt es hier eine Kürzung, so dass weniger Kurse als geplant angeboten werden werden.
    Durch Deutschkurse kommen noch mehr Menschen in die Alte Villa und lernen so die Angebote im Haus kennen und nehmen diese gerne wahr. Sie helfen direkt beim Ankommen im Stadtteil.
  • Klönstuv – das Plattdeutschcafé
    Im Januar startete das Plattdeutschcafé, das sehr gut angenommen wurde. Bei Kaffee und Kuchen sitzt seitdem eine Gruppe älterer Niendorfer*innen in einer munteren Runde zusammen und snackt Platt. Immer wieder organisiert die Gruppe auch Ausflüge, etwa ins Ohnsorg-Theater.
  • Gemeinsames Singen (zweimal im Monat)
    Die Singgruppe ist nach wie vor gut besucht. Jeweils eine Stunde wird gemeinsam gesungen und getönt.
  • Lerntandems (täglich und unregelmäßig)
    Lerntandems kommen in der Alten Schule zusammen, um sich weiter in der deutschen Sprache zu üben, sich gezielt auf Prüfungen vorzubereiten und leisten teilweise auch Unterstützung bei aufkommenden Fragen und Problemen. Hin und wieder gibt es auch Hilfe in anderen Disziplinen wie etwa Naturwissenschaften.
    Im Sinne des Begegnungszentrums ergeben sich die Lerntandems aus der Begegnung in den Angeboten, meist aus dem Deutsch Basiskurs und dem Café Mittenmang. Auf ein Matching wie bei Patenschaftsprojekten üblich, wird bewusst verzichtet.
    Besonders wichtig ist hierbei beide Seiten zu sehen – auch die Ehrenamtlichen Helfer*innen erfahren viel Neues und profitieren von dem Erfahrungsaustausch und der Begegnung.

Dienstag

  • Deutsch Basiskurs (an zwei Terminen: Di & Fr)
    Im Deutsch Basiskurs vermitteln Ehrenamtliche von WfN erste Worte in der deutschen Sprache. Im Team sind auch einige ehemalige Deutsch-Lehrer*innen, die sich stark einbringen.
    Alle Termine wurden sehr gut wahrgenommen, auch wenn es etwas auf und ab gab. Die Gruppe besprach sich immer wieder neu um allen gerecht zu werden. Schließlich kommen sowohl Fortgeschrittene, als auch absolute Anfänger*innen zu dem Angebot. Und das oft über einen langen Zeitraum.
    Nach der üblichen Pause über Weihnachten und zwischen den Jahren gibt es aktuell einmal etwas mehr Platz für Lernende.
  • Kunst Workshops für Frauen
    Bis in den November fanden alle Kunstworkshops im nahe gelegenen The Village (Tibarg 21) statt.
    Nachdem der Vormittagskurs regelmäßig voll ausgebucht war, wurde das Angebot durch einen Spätvormittagskurs erweitert, so dass dem Bedarf nachgekommen werden kann. Auch hier ist Raum für Begegnung von Neu- und Alt-Niendorferinnen. Im Kurs treffen sich insbesondere Neu-Niendorferinnen aus dem Iran und Afghanistan mit Alt-Niendorferinnen.
  • Kunst Workshop für Kinder und Jugendliche (zwei Termine, Di im Village & Mi in der Alten Villa (seit Nov 25))
    Auch die Kunst Workshops für Kinder sind gut besucht und schaffen einen Raum für Malen, Spaß und Begegnung. Bis zu 12 Kindern malen hier gemeinsam. Steht das Village wegen einer anderen Veranstaltung einmal nicht zur Verfügung, kann der Kurs in den Bewegungsraum der Alten Villa ausweichen.
  • Kunst Workshop für Jugendliche und junge Erwachsene
    Um dem Bedarf gerecht zu werden gibt es zudem einen Kurs am frühen Abend, der sich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Auch dieser ist sehr gut besucht und es findet sich stets eine diverse Gruppe.
    Das Honorar in den Kunstangeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und für Frauen wird über den HaKiJu e.V. finanziert, das Material stammt aus Spenden und aus Mitteln des HaKiJu e.V., die Miete des The Village wird von einer Stiftung getragen.
  • Kunst für Erwachsene
    Nachdem im November das neue Atelier eröffnet wurde begannen die ersten regelmäßigen Kunstangebote im Haus. Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat malen nun Erwachsene mit Aquarell, Kohle und anderem parallel zum Begegnungscafé Mittenmang. Auch hier steht die Begegnung zwischen Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten im Mittelpunkt. Zudem lernen so noch mehr Niendorfer*innen das Begegnungszentrum Alte Villa kennen.
  • Fahrradwerkstatt am Sootbörn (derzeit drei feste Schraub-Termine: Di, Mi & Do)
    Da in der Alten Villa nicht genug Platz ist, trifft sich die Fahrradwerkstatt am Sootbörn 15 und führt lediglich ihre monatlichen Teamtreffen vor Ort in der Alten Villa durch. Die Gruppe wuchs in der Vergangenheit immer wieder was neue Angebote ermöglichte. Nun wird Dienstagnachmittag, sowie Mittwoch- und Donnerstagvormittag repariert – der Donnerstagnachmittag ist für die Fahrradausgabe reserviert. Nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet die Fahrradwerkstatt nach Möglichkeit auch Raum, um das ausgegebene Fahrrad später kostenfrei zu reparieren. Besonders freuen wir uns, dass auch einige Geflüchtete begeistert ins Ehrenamt eingestiegen sind und mitschrauben. Das Ehrenamt in der Fahrradwerkstatt ist auch für Ehrenamtliche die noch nicht so viel Deutsch sprechen gut geeignet.
    Im zweiten Halbjahr renovierten die Ehrenamtlichen das Dach der Fahrradwerkstatt, so dass die gespendeten Räder sicher vor der Witterung stehen und bei jedem Wetter geschraubt werden kann.
  • Café Mittenmang (dreistündig Dienstag & Mittwoch, vierstündig Samstag)
    Die Café-Termine sind sehr gut besucht. Es wird getragen von einer Gruppe von je über 25 Ehrenamtlichen, am Dienstag ist die Gruppe immer noch kleiner – das Team aber nach wie vor im Wachsen. Besonders freut uns, dass immer wieder Besucher*innen nach einer Weile den Schritt wagen mithelfen zu wollen und sich ehrenamtlich zu engagieren.
    Die Teilnahme bewegte sich dienstags oft zwischen 40 und 70, mittwochs bei rund 80, samstags bei rund 100 Besucher*innen – bisweilen sogar mehr. Alle genießen das vielfältige Angebot, an den Tischen begegnen sich stets Ehrenamtliche und Besucher*innen und es gibt Hilfe beim Deutschlernen und Sprechen. Alle bemühen sich aber auch andere Probleme zumindest durch den Verweis auf andere Stellen zu lösen. Hier werden gerne auch einmal Bewerbungen gemeinsam geschrieben oder auch einmal ein Brief erklärt. Natürlich wird auch einfach geklönt und oft das eine oder andere Spiel gespielt, was insbesondere wenn (noch) keine gemeinsame Sprache vorhanden ist dennoch den Raum für eine gute Begegnung öffnet.
    Für Ehrenamt und Besucher*innen steht außerdem während der Café-Zeiten am Dienstag und Mittwoch in der Regel eine Mitarbeiterin der HaKiJu bei Fragen zu Behördenangelegenheiten/Familie und Kindern beratend zur Verfügung.
  • Kinderbetreuung
    Ermöglicht durch den HaKiJu e.V. und finanziert durch SIN-Mittel gibt es während des Frauenfrühstück und zwei der Termine des Café Mittenmang (Di, Mi & Sam) und dem gemeinsamen Kochen eine qualifizierte Kinderbetreuung.
  • Teilhabeberatung
    Wir freuen uns sehr, dass die Teilhabeberatung durch Mitarbeiterinnen der ASBH weiterhin wöchentlich stattfindet. Die Besucher*innen erfahren hier mehr über Möglichkeiten und Rechte der Teilhabe am städtischen Leben. Seit 2026 gibt es hier einen neuen Mitarbeiter, der im Urlaubs- oder Krankheitsfall vertreten kann. Das ist sehr erfreulich, die Teilhabeberatung wird stark nachgefragt.

Mittwoch

  • Frauenfrühstück mit Beratung (und Dolmetscher*innen)
    Der Mittwoch startet mit dem Frauenfrühstück. Nachdem sich hier zeigte, dass der Bedarf an Hilfe beim Ausfüllen von Formularen sehr groß ist und dies im Angebot aufgenommen wurde, nahm die Teilnahme stark zu.
    Das Café bietet die Möglichkeit für Begegnung und Frühstück und Hilfe in allen Belangen wie „Ankommen im Stadtteil“, „Wo gehe ich hin, wenn…“ etc.
    Es wird getragen von HaKiJu e.V., die seit dem Umzug mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Honorarkräften dabei sind, und den Stadtteileltern, sowie Ehrenamtlichen von WfN.
    Beratungsanfragen von Frauen können immer wieder gezielt auf den Mittwochvormittag verwiesen werden, so dass wir hier vielen Menschen geholfen werden kann.
  • Schneider*innenwerkstatt
    Die Schneider*innenwerkstatt ist sowohl am Vormittagstermin, als auch dem parallel zum Café Mittenmang gelegenen Nachmittagstermin, durchgehend sehr gut besucht. Neben dem gemeinsamen Nähen und der Möglichkeit der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen, bietet sie einen sozialen Ort um sich auszutauschen und kennenzulernen. Das gelingt gut und wird unterstützt dadurch, dass die vorhandenen Nähplätze in der Regel doppelt belegt sind.
    Im zweiten Halbjahr war ein Umzug in größere Räume möglich, so dass der Platz dem Bedarf nun wieder gerechter wird.

Donnerstag

  • Strick- und Häkelcafé
    Im Januar startete das Strick- & Häkelcafé. Zunächst zweistündig – wegen der großen Nachfrage und der motivierten Gruppe ab März schon dreistündig – kommt die Gruppe seitdem zusammen.
  • Fahrradausgabe an der Werkstatt
    Der Ausgabetermin ohne Anmeldung hat sich etabliert. Insbesondere bei gutem Wetter und in der warmen Jahreszeit ist er sehr gut besucht. Der Verzicht auf eine Anmeldung zahlt sich aus. Bei schlechtem Wetter und im Winter ist die Nachfrage geringer, brach jedoch nie komplett ein.
  • Offener Lerntreff: Besser Lesen und Schreiben
    Seit dem Herbst bietet die VHS einen wöchentlichen Kurs zur Verbesserung von Lesen, Schreiben und auch Sprechen. Das Angebot ist kein Deutsch-Kurs und richtet sich an Alt- und Neu-Niendorfer*innen die Deutsch sprechen und dies verbessern wollen.

Freitag

  • Fahrradwerkstatt in der Schmiedekoppel
    Jede Woche wird vor Ort gemeinsam mit den und auch für die geflüchteten Bewohner*innen geschraubt, repariert und ausprobiert. Das Angebot entwickelte sich sehr gut, vor allem Kinder aus der Schmiedkoppel kommen oft zur Fahrradreparatur.
  • Nähen für Krankenhäuser in der Ukraine
    Eine Gruppe mit Menschen aus der ganzen Welt nähen in der Alten Villa Kleidung für Krankenhäuser in der Ukraine. Die Gruppe ist nach wie vor sehr motiviert. In der Adventszeit gab es eine kleine interne Feier.
    Die ehrenamtliche Gruppenleiterin und eine weitere Ehrenamtliche aus der Schneider*innenwerkstatt wurden vom Tibarg Center als Stille Heldinnen des Alltags geehrt.

Samstag

  • Stuhlyoga von YOGAFÜRALLE (jeden 2. Und 4. Samstag)
    Jeden 2. Und 4. Samstag findet das Stuhlyoga statt. Die ca. 12 älteren Teilnehmerinnen kommen über das Trauercafé der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Niendorf, die Leitung hat Yoga für Alle e.V. Es wird weiterhin versucht, das Angebot auch für Geflüchtete zu öffnen. Im Jahr 2026 wechselt die Gruppe auf den Freitag, da die Kursleiterin am Samstag nicht zur Verfügung steht.
  • Capoeira für Kinder
    Organisiert und finanziert von HaKiJu e.V. findet ein gut besuchtes Capoeiratraining für Kinder statt. Auch in der Alten Villa gibt es einen geeigneten Raum, so dass das Angebot durchgehend stattfinden konnte.

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